Lybische Wüste
Im äußersten Nordosten Afrikas, westlich des Nils, erstreckt sich die Lybische Wüste und nimmt fast zwei Drittel von Ägypten ein. Die Lybische Wüste bildet den trockensten Teil der gesamten Wüste Sahara. Außer ein paar weniger Oasen gibt es in die Lybische Wüste keinerlei Vegetation. Deshalb galt diese Wüste schon vor Jahrhunderten als das Reich der Toten, einem Ort ohne Wasser und Leben. Der Unterschied ist sehr gewaltig, auf der einen Seite fließt der Nil und sorgt für blühende Landschaften. |
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An der Westseite beginnt dann etwa nach 20 Kilometern landeinwärts die Lybische Wüste und von Wachstum ist nichts mehr zu sehen. Zu sehen ist ein schier eintönig und karg wirkendes Tafelland das nur in Richtung Südwesten Ausläufer einer Gebirgslandschaft aufweist. In Richtung Norden dagegen fällt die Landschaft stellenweise sogar bis unter den Meeresspiegel ab. Der tiefste Punkt der Lybischen Wüste ist die Kattarasenke, deren tiefster Punkt bei 133 Metern unter dem Meeresspiegel liegt. Das Leben in der Lybischen Wüste beschränkt sich auf die wenigen Oasen. Hier sind die Siedlungen Siwa, Dachla, El Charga und Bahariya entstanden.
Das Leben der Wüste spielt sich in diesen Orten ab. Die Einwohner haben gelernt mit der kargen Natur zu leben und die Wasserquellen verhelfen dazu, die notwendigsten Pflanzen hier selbst anzubauen. Auch Touristen besuchen diese Siedlungen bei geführten Safaris durch die Weiten der Lybischen Wüste. In Siwa gibt es sogar schon ein Hotel, was in der Lybischen Wüste wie ein kleines Wunder wirkt. Die geführten Safaris beginnen meist am westlichen Nilufer, genau dort wo die Lybische Wüste beginnt. Die drei großen Pyramiden von Gizeh ziehen hier die Touristen in ihren Bann. Daneben befinden sich noch kleiner Nebenpyramiden, die aber lange nicht so berühmt sind. Danach beginnt die Safari in die Wüste. Oftmals stellen die Touristen sich unter einer Wüste nur heißen Sand und grelle Sonne vor. Dass es auch farbenprächtige Wüstentäler gibt, werden viele Touristen erst bei der Safari durch die Lybische Wüste erfahren.
Einige Naturschönheiten sollten auf alle Fälle erwähnt werden. Das Akkkusgebirge bietet einen interessanten Kontrast in der Wüstenlandschaft. Die Mandaraseen spenden Wasser für ein einfaches Leben den Bewohnern der Lybischen Wüste. Ein Abstecher zum alten heiligen Platz, dem so genannten Vulkankrater des Wau en Namus, ist in jeder Safari ein Erlebnis ganz besonderer Art. In den weiten Wüstengebieten sind Kamele nach wie vor ein wichtiges Beförderungsmittel für die Einwohner und häufig anzutreffen. Ansonsten ist die Tierwelt nicht gerade üppig. Der Gepard hat sich einen neuen Lebensraum in der Lybischen Wüste geschaffen und teilt diesen mit Hasen und Wüstenspringmäusen, die sich den Lebensbedingungen in der Wüste angepasst haben.