Die Sahara
Die Sahara erstreckt sich von der afrikanischen Atlantikküste bis hin zum roten Meer über neun Millionen Quadratkilometer und ist damit die größte Trockenwüste der Welt. Sie verteilt sich auf insgesamt elf sog. Saharastaaten, zu denen auch Ägypten, Libyen und Tunesien gehören. Man unterteilt die Wüste außerdem in die Gebiete Maghreb (Norden) und Sahelzone (Süden). Anders als oftmals behauptet, ist die Sahara zum Großteil eine Stein- und Felswüste - der Anteil der Sandwüste beträgt weniger als 20 Prozent. |
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Geografische Lage der Sahara
Obwohl meist ebenflächig, finden sich auch vereinzelte Gebirgsketten, so z.B. das Hoggargebirge im Süden Algeriens oder das Tibestigebirge im Tschad, der höchste Gebirgszug der Sahara überhaupt mit dem Vulkan Emi Koussi (3415 m). Während die meisten Flussläufe nur temporär Wasser führen, fließt mit dem Nil der einzige Dauerfluss im Osten der Wüste. Die Wassermassen des Nils allein können der enormen Trockenheit trotzen und versorgen die umliegenden Oasen mit der nötigen Feuchtigkeit.
Klima der Sahara
Im in der Sahara vorherrschenden Wüstenklima liegt der durchschnittliche Jahresniederschlag unter 100 mm. Allerdings kommt es nicht selten vor, dass über Jahre hinweg gar kein Regen fällt. Bedingt durch die trockene Luft kommt es aber auch bei den Temperaturen zu extremen Werten. So kann die Temperatur am späten Mittag bis zu 60 °C betragen, zum Abend hin jedoch innerhalb weniger Stunden um 20 °C bis 30 °C fallen, was sich im Winter mit Nächten um die -10 °C bemerkbar machen kann und die Sahara somit zu einem in allen Belangen unwirtlichen Ort macht. Diese enormen Schwankungen sind nur möglich, da die trockene Luft eine überdurchschnittliche Wärme- und Kälteabstrahlung begünstigt und deswegen nur unzureichend eine jeweilige Temperatur speichern kann.
Flora und Fauna in der Sahara
Anders als das extreme Klima vermuten lässt, ist die Sahara jedoch keine tote Wüste, sondern weist sie sogar eine erstaunliche Artenvielfalt auf, die mit ca. 1500 verschiedenen Arten von Pflanzen aufwarten kann. Der Großteil der Vegetation befindet sich in der Nähe von Oasen und Wadis (zeitweilig austrocknende Flussläufe) und besteht u.a. aus verschiedensten Straucharten und Gräsern, aber auch aus Dattelbäumen und blühenden Akazien.
Wie die Pflanzen sind auch die Tiere der Sahara auf lebenswichtiges Wasser angewiesen, was die meisten vorkommenden Arten zu Nomaden macht, die sich ständig auf der Suche nach einer Wasserstelle befinden. So leben mit u.a. Hyänen, Giraffen und Schakalen vor allem Tiere in der Wüste, die problemlos längere Strecken zurücklegen können, um zu den oftmals weit entfernten Wasservorkommen zu gelangen. Aber auch einige Arten von Vögeln und Reptilien haben den so unerbittlich erscheinenden Lebensraum für sich nutzbar gemacht, wenn sie auch eher die Ausnahme bleiben.
Bevölkerung in der Sahara
Aber auch Menschen leben in der Sahara, wenn auch die Bevölkerung nur aus einer sehr geringen Anzahl aus Arabern, Mauren und Berbern besteht. Daneben gibt es noch kleinere Stämme wie die Tuareg und Tibbu, die im Zentrum der Sahara leben und nur wenige tausend Einwohner zählen. Wie es die Tiere vormachen, gibt es darüber hinaus noch zahlreiche kleine Nomadenstämme, die den Wasserstellen zustreben und samt ihres Viehs durch die Wüste ziehen, der unerbittlichen Welt des afrikanischen Trockengebiets trotzend.
