Nationalparks in Simbabwe

In Simbabwe gibt es zur Zeit elf Nationalparks, die zusammen etwa 10% der Landesfläche bedecken. Etwa die Hälfte der Parks wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gegründet, während die andere Hälfte im Zuge des "Parks and Wildlife Act" 1975 ins Leben gerufen wurde. Drei der Parks, Mana Pools, Matobo und die Victoriafälle, sind heute UNESCO-Weltnaturerbe.

Matobo-Nationalpark

Der 1953 gegründete Matobo-Nationalpark im Südwesten des Landes gehört zu den besonders gut erschlossenen Nationalparks in Simbabwe mit mehreren Unterkünfte und Angeboten für geführte Touren. In den namengebenden Matobo-Hügeln können als besondere Attraktion Spitz- und Breitmaulnashörner beobachtet werden. Im Park befindet sich außerdem das Grab von Cecil Rhodes.

Hwange-Nationalpark

Mit 14.650 km² ist dies der größte Nationalpark in Simbabwe. Er befindet sich im Nordwesten des Landes, etwa eine Stunde südlich der Victoriafälle und war früher das Jagdgebiet für einen König der Ndebele. 1929 wurde das Gebiet unter Schutz gestellt und ist seitdem ein Rückzugsgebiet für zahlreiche Säugetiere und Vögel.

Kazuma-Pan-Nationalpark

Zwischen dem Hwange-Nationalpark und den nördlich liegenden Victoriafällen liegt der 1975 eingerichtete Kazuma-Pan-Nationalpark. Ursprünglich war er vor allem als Rückzugsgebiet für Tiere während der Jagdsaison gedacht. Er soll Teil der in nächster Zeit eingerichteten "Kavango - Zambezi Transfrontier Conservation Area" werden.

Victoriafälle und südlicher Sambesi

An der südwestlichen Grenze von Simbabwe zu Sambia liegen die von David Livingstone entdeckten imposanten Victoriafälle. Die heute als Nationalpark geschützten Fälle bilden den größten zusammenhängenden Wasserfall der Erde. Der Zambezi-Nationalpark zieht sich von den Victoriafällen ausgehend etwa 40 km am gleichnamigen Fluss entlang.

Kariba-Stausee und nördlicher Sambesi

Weiter nördlich wird der Sambesi zum Kariba-See aufgestaut, an dessen Ufer sich der Chizarira- und der Matusadona-Nationalpark befinden. Diese beiden Parks sind bisher relativ wenig erschlossen und daher noch unberührt und "wild". Die Lage zwischen dem Stausee und dem schluchtenreichen Sambesi-Steilhang bewirkt eine Dreiteilung der Parks in die Uferbereiche des Sees, den locker bewaldeten Talboden des Sambesi und den dichter bewaldeten Steilhang. Unterhalb des Kariba-Stausees liegt der Mana Pools-Nationalpark, der seinen Name vier ("mana") großen Wasserbecken verdankt. Diese Becken sind die Überreste eines ehemaligen Verlaufs des Sambesi und dienen heute vielen Tierarten als Tränke.

Chimanimani- und Nyanga-Nationalparks

Diese beiden, im Gebirge liegenden Nationalparks befinden sich in der Grenzregion zu Mosambik. Der kleinere der beiden, der Chimanimani-Park ist nur zu Fuß zugänglich. Seine Erschließung wurde bewusst zurückgehalten, um die Natur möglichst unberührt zu lassen. Beim Wandern kann man zahlreiche Quellen und Bergflüsse entdecken. Der nördlich gelegene Nyanga-Nationalpark beherbergt neben vielen kleineren Wasserfällen auch die Mutarazifälle, die höchsten Wasserfälle Simbabwes. Im Park haben sich viele kleinere Säugetierarten angesiedelt wie Kudus, Zebras, Wasserböcke, Impalas und viele andere.

Gonarezhou-Nationalpark

Der 1975 eingerichtete Nationalpark im Südosten von Simbabwe ist hauptsächlich von Savannenlandschaften geprägt und wird von drei Flüssen durchflossen. Sein Name bedeutet "Ort vieler Elefanten" und weist damit schon auf die wichtigste Tierart des Gebiets hin. Der Gonarezhou-Park wird Teil des zukünftigen "Great Limpopo Transfrontier Park" werden, der Nationalparks von Mosambik, Südafrika und Simbabwe vereinigt. Die Grenzzäune zwischen den Ländern werden zum Teil abgerissen, damit die Wildtiere sich innerhalb des Parks frei bewegen können.