Nationalparks in Botswana
Botswana ist ein Binnenstaat in Afrika, der besonders durch seine unberührte und ursprüngliche Natur bekannt ist. Seit einigen Jahren ist es jedoch auch ein beliebtes und bekanntes Reiseziel für Touristen. Da der Naturschutz jedoch immer noch an erster Stelle steht, gibt es nur wenige Nationalparks, die für den Tourismus genutzt werden. Zusammen sind jedoch mehr als 100.000km² des Landes geschützt. |
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Über 80% von Botswana sind Teil der Halbwüste Kalahari, einer Region mit Grasland und Dornensträuchern, wo Niederschlag nur sehr selten fällt. Im folgenden werden die wichtigsten und bekanntesten Nationalparks genauer beschrieben.
Der Chobe Nationalpark
Benannt wurde der Chobe-Nationalpark nach dem Fluss Chobe, der den Norden des Nationalparks begrenzt. Er wurde 1967 als erster Nationalpark in Botswana gegründet und hat eine Ausdehnung von 10.556 km². Bis 1975 gab es in der Mitte des Parks eine Siedlung, diese wurde jedoch immer mehr ausgedünnt, sodass heute keine Menschen mehr im Nationalpark leben.
Besonders beliebt sind die Bootsfahrten auf dem Choke, wo man vor allem in den Abendstunden wilde Nilpferde und seltene Wasservögel hautnah erleben kann. Außerdem beherbergt der Park riesige Elefantenherden, etwa 50.000 Dickhäuter leben im Park. Aber auch Hyänen, Löwen, Büffel und Antilopen können bewundert werden.
Nxai-Pan-Nationalpark
Der Nxai-Pan-Nationalpark liegt im Nordwesten des Landes und ist nur etwa 130km von der Stadt Maun entfernt und überdies gut von dort über eine Teerstraße zu erreichen. 1970 wurde das Gebiet von 1676 km² zum Nationalpark erhoben. Bekannt ist der Park besonders durch seine Salzpfannen, welche die Überreste eines großen Binnensees sind. In Jahren mit starken Regenfällen füllen sich die Salzpfannen auch heute noch mit Wasser. Aber auch die Tierwelt kann bewundert werden, viele Tiere nutzen die bestehenden Graslandschaften. Neben Straußen gibt es auch eine große Vogelvielfalt zu bewundern.
Makgadikgadi-Pans-Nationalpark
Übersetzt bedeutet es ausgedehntes lebloses Land. Aufgrund des Wassermangels war das Gebiet des Makgadikgadi-Pans-Nationalparks nie besiedelt gewesen, doch erste 1992 wurde das Gebiet zum Nationalpark erklärt. Gleichzeitig wurde damit begonnen das Wasser des Boteti Rivers aufzustauen, um so die Wasserstellen für die Tiere zu erweitern.
Der Makgadikgadi-Pans-Nationalpark ist vor allem während der Wintermonate sehenswert. Erkunden kann man den Park jedoch nur in Form von geführten Touren, da keine Versorgungsmöglichkeiten und befestigten Straßen zur Verfügung stehen. Während der Trockenzeit gibt es nur wenige Elefanten- und Büffelherden entlang des Flusses, erst während der Regenzeit wird das Gebiet auch von anderen Tieren genutzt.
Bis zum Jahr 2010 ist ein grenzübergreifendes Projekt geplant, die Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area, auch als Kaza-Projekt bezeichnet. Es hat das Ziel, bestehende Nationalparks und Wildreservate miteinander zu verbinden und so den Tieren eine freiere Bewegung zu ermöglichen. Es umfasst Territorien der Länder Angola, Botswana, Namibia und Simbabwe und soll eine geplante Fläche von mehr als 280.000km² umfassen.