Wirtschaft Afrikas

Der bei weitem ärmste Kontinent ist Afrika. Während in Südafrika die Wirtschaft rasant wächst, leben in den anderen Staaten Afrikas Millionen unter dem Existenzminimum. Der Nachklang der Massenarmut sind ein höheres Gewaltpotenzial, geringe Lebenserwartungen und eine schwankende Politik. Zur Wirtschaft Afrikas liegen seit Jahren ernsthafte Verbesserungsvorschläge vor, deren nachhaltige Verwirklichung aber immer wieder scheiterte.

Wirtschaft Afrikas

Wirtschaft AfrikasDie Wirtschaft Afrikas unterteilt sich in bemerkenswerte, regionale Gegensätze. Nicht alle Staaten sind von der Armut derart betroffen. Südafrika ist der reichste Staat, gefolgt einiger sehr wohlhabenden Regionen im Norden des Kontinents. Nordafrika stand längere Zeit eng im wirtschaftlichen Verhältnis mit dem Nahen Osten und Europa. Daneben stehen noch die reichen Ölmagnaten wie Gabun und Äquatorialguinea.

Westlich führt die Wirtschaft Afrikas auf ein hohes Entwicklungsniveau der Vorkolonialzeit zurück und tendiert daher dazu stabiler und auch reicher zu sein, als der Durchschnitt Afrikas. Die Seychellen, Kap Verde und Mauritius, sind Beispielsweise etwas Wohlhabender als der kontinentale Durchschnitt, wobei allerdings die Inselgruppe der Komoren eher arm sind und eine instabile Wirtschaft Afrikas führen.

Eine niederschmetternde Wirtschaft Afrikas findet man in den Ländern, die dem Bürgerkrieg zum Opfer gefallen sind. Dazu gehören Somalia, Liberia, sowie Sierra Leone, Burundi und der Kongo. Obgleich historisch gesehen das Horn von Afrika der reichste Bezirk der Sahara ist, gehört es mittlerweile zu der ärmsten Region, gefolgt von Äthiopien. Diese Problematik ist seit langem ein Thema und das Ausmaß von Hungersnöten und Kriegen seit Jahrzehnten. Die Wirtschaft Afrikas steht auf einer sozial sehr ungleichen Ebene; die Einkommen der Bevölkerungsmehrheit unterliegen weit dessen, was die Oberschicht für sich vereinnahmt.

Wirtschaftliche Entwicklung Afrikas

Die Entwicklung der Wirtschaft Afrikas war stellenweise ein schwieriges Unterfangen schon vor der frühen Kolonialzeit. Dies hatte etwas mit der örtlichen Begebenheit Afrikas zu tun. Die wirtschaftliche Eroberung der Sahara und die Wege, die durch die Wüste führen waren einfach nicht ertragreich genug und zu schwierig zu bewältigen. Die Bodenschätze Afrikas, die zu den wichtigsten Exportgütern gehören, sind Erdöl, und Mineralien, allerdings sind diese nur auf wenige Staaten beschränkt. Im Süden findet man Gold, Kupfer und Diamanten, während Nigeria sowie Libyen beachtliche Erdölmengen fördert. Leider werden oft die Gewinne für Waffen und den Luxus der Eliten verschleudert um sich weitere blutige Kämpfe zu liefern, über die Macht der Bodenschätze.

In Bezug auf Landwirtschaft liegen der Anteil von Ackerbau und Viehzucht bei 60% und ist zugleich der wichtigste Bereich für das Überleben in der Wirtschaft Afrikas. Eine beachtliche Anzahl an Farmen, größere und kleinere, haben sich auf den Anbau von Kaffee, Baumwolle, Kautschuk und Kakao spezialisiert. Neuere Zeit ist sogar jede dritte Rose auf dem Europäischen Markt aus der Wirtschaft Afrikas. Der Handel erstreckt sich über mehrere, große Kooperationen und beschäftigt viele Tagelöhner. Missbilligend betrachtet wird der Export von Feldfrüchten, da gleichzeitig Millionen Afrikaner verhungern. Durch eine nicht ausgeglichene Wirtschaft Afrikas und vielen Fehlinvestitionen, steht Afrika oft unter Druck gegen den Weltmarktpreis und beschränkt sich deshalb darauf, nur wenige Produkte anzubauen und zu exportieren (z.B.: Getreide und Milch). Das hat allerdings zur Folge, dass selbst bei kleineren Krisen oder Missernten faktisch keine Nahrungsmittel zu Verfügung stehen, wenn es zu einem Ernteausfall kommt.