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Samburu
Das Nomadenvolk der Samburu umfasst ca. 75 000 bis 80 000 Menschen. Die Samburu kommen ursprünglich aus dem Norden und sind im Laufe des 16. Jahrhunderts ins jetzige Kenia eingewandert. Die Sprache (Maa-Sprache) und ihre Traditionen gleichen denen, der Masai. |
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Die Samburu halten strikt an ihren Traditionen fest und widersetzen sich zum größten Teil jeglicher Veränderung. Sie jagen und essen kein Wildvieh, sondern leben mit und von ihren Viehherden. Das Vieh ist normal nur Lieferant von Milch und auch dessen Haut wird verwendet. Fleisch wird in der Regel nur zu besonderen Anlässen gegessen, ansonsten ernähren sich die Samburu hauptsächlich von Gemüse, Rinde und Wurzeln und von mit Blut vermischter Milch.
Die Samburu halten sich normalerweise nur bis zu einem Monat an einem Ort auf, dann wandern sie weiter. Sie bauen sich kleine Siedlungen aus fensterlosen, kleinen Hütten aus einem Stangengeflecht und Lehm. Als Dach werden Tierhäute und Grasmatten benutzt. Die Hütten werden im Kreis errichtet und um die Hütten herum wird ein Zaun aus Dornbüschen angelegt. Die Hütten sind die Domäne der Frauen, die auch für die Milchkühe und das Sammeln von Holz und Wasser verantwortlich sind. Die Samburu legen ihre Siedlungen immer in landschaftlich schönen Gebieten an. Sie schätzen die Natur und ihre Schönheit und dies wirkt sich auch auf ihr Aussehen und ihre Kleidung aus.
Das Ältesten-Prinzip ist die Grundlage des Gesellschaftswesens der Samburu, das heißt, die älteren Männer haben die Macht und die Frauen haben nur einen niederen Stand in der Gesellschaft. Je älter ein Samburu-Mann wird, umso bedeutender ist er und desto größer ist sein Einfluss in der Gesellschaft. Kinder und Hirtenjungen (Layeni), sind für die Ziegen- und Schafherden zuständig. Jugendliche Männer (Lumurran), zwischen 12 und 19 Jahren, bewachen die Rinderherden. Sie sind beschnitten und die Krieger des Volkes der Samburu. Die verheirateten Männer (Lpayan) sind für ihre Familie zuständig.
Die Samburu-Krieger sind groß und schlank und sind von zarter Erscheinung, sie haben jedoch eine enorme Kampf- und Jagdkraft und sind mit Messern, Pfeilen und Speeren bewaffnet und tragen eine Ledertasche, die sie zum Transport für Fleisch und Honig benötigen. Ihre Oberkörper und Gesichter dekorieren sie mit orange-roten Mustern. Die Haare werden in stundenlanger Arbeit kunstvoll zu kleinen Zöpfen geflochten. Bei ihren Tänzen machen die Samburu-Krieger, wie die Masai, große Sprünge. Wie die Masai glauben auch die Samburu, dass ihr Gott ihnen alle Rinder geschenkt hat und deßwegen ihnen gehören. Somit ist das plündern von Vieh eine reguläre Beschäftigung der Samburu-Krieger.
Die jungen Samburu-Frauen bekommen von Bewunderern wunderschöne, bunte Perlenketten, die sie alle auf einmal tragen. Hat eine Samburu-Frau so viele Ketten (von bis zu 10 kg Gewicht), dass sie bis zum Kinn reichen, ist sie alt genug, um zu heiraten. Die verheirateten Samburu-Frauen tragen Metall-Kreuze an ihren Stirnbändern und lange Perlen-Ohrringe. Die Samburu tragen meistens, mit viel Rot versehene Umhänge.