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Buren
Bei der Bevölkerungsgruppe der Buren handelt es sich in den meisten Fällen um die Afrikaans sprechenden europäischen Bewohner des heutigen Südafrikas und Namibias. Hauptsächlich stammen die Buren von niederländischen, aber auch deutschen und französischen Einwanderern ab, die aus verschiedenen Gründen ab 1652 im Gebiet rund um das Kap der Guten Hoffnung siedelten. Die Bezeichnung "Buren" leitet sich ab von dem niederländischen Wort "Boer", was "Bauer" bedeutet. Bis zum Jahre 1945 lebten und arbeiteten die Buren zu großen Teilen als Viehzüchter und Farmer, als Religion ist die Glaubensrichtung des Calvinismus unter ihnen weit verbreitet. |
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Geschichte der Buren
Bedingt durch die Expansion der Niederländischen Ostindien-Kompanie rund um das Kap der Guten Hoffnung (VOC) ließen sich im Laufe der Zeit viele Arbeiter dieser Organisation in Kapstadt nieder, welches als befestigtes Nachschublager 1652 für die VOC gegründet wurde. Nach einigen Jahren wuchs Kapstadt weiter durch den Zuzug hugenottischer Familien, die der Verfolgung in Frankreich entgehen wollten.
Mitte des 18. Jahrhunderts lebten bereits 4000 Buren in Kapstadt und den umliegenden Gebieten, einige von ihnen stießen auf ihren Viehzügen weit ins Landesinnere vor. Im Jahre 1779 brach bedingt durch diese Ausdehnung des Einflussgebietes der erste Krieg mit den Xhosa, ein Konflikt, der über hundert Jahre lang immer wieder aufflammen sollte.
Im Jahre 1795 sagten sich die Buren endgültig von VOC-Administration ihrer Siedlung los und gründeten die erste selbstständige Bunenrepublik. Dieser neue Staat existierte jedoch nur kurze Zeit, bis er zuerst von den Franzosen und dann von den Briten annektiert wurde. 1803 wurde die Kolonie rund um Kapstadt wieder unter niederländische Verwaltung gestellt, im Jahre 1814 besetzten schließlich die Briten erneut dieses Gebiet, um es endgültig als britische Kronkolonie in ihr Weltreich einzugliedern.
Als die britische Regierung im Jahre 1856 die Sklaverei abschaffte, verloren viele Buren ihre wirtschaftliche Grundlage, denn sie hatten als weiße Bevölkerungsgruppe am meisten von den afrikanischen Arbeitskräften profitiert. Unzufrieden mit der britischen Verwaltung schlossen sich daraufhin ungefähr 8000 Buren zusammen und zogen zwischen 1836 und 1844 nordwärts. Nach vielen blutigen Kämpfen mit den dortigen Ureinwohnern wurde 1838 von ihnen die Burenrepublik Natalia aufgebaut. Bald folgte die Ausrufung weiterer Burenstaaten, die größten schlossen sich bis zum Jahre 1860 ihnen zur Südafrikanischen Republik zusammen. Nach der Annexion durch Großbritannien brach 1880 der erste Burenkrieg aus, an dessen Ende 1881 die Unabhängigkeit der Südafrikanischen Republik stand, welche sie jedoch im zweiten Burenkrieg 1902 wieder an das Vereinigte Königreich verlor. 1907 gestand Britannien den Buren jedoch zumindest wieder eine eigene Verwaltung zu und
1910 bildeten die verschiedenen Burenstaaten und die ehemalige Kapkolonie die Südafrikanische Union. Dort etablierte sich schnell eine strikte Rassentrennung, die sogenannte Apartheid, die bis 1994 Bestand hatte und mit den ersten freien Wahlen in der Geschichte des Staates beendet wurde. Jedoch verließen und verlassen deshalb große Teile der Buren aufgrund des Verlustes ihrer Sonderstellung das Land und wanderten nach England, Neuseeland oder Australien aus. Dieser Umstand schwächt die südafrikanische Wirtschaft bis heute sehr stark, da eine Ausbildung nur Buren und anderen Weißen ermöglicht war und es daher an geeigneten Fachkräften fehlt.