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Berber
Die Berber sind eine Gemeinschaft, welche in Nord-Afrika lebt und als die ersten Bewohner des heutigen Marokkos angesehen werden, wo sie heute noch einen Anteil von ungefähr 70% ausmachen. Die heutigen Berber bezeichnen sich auch oft auch als „Imazighen“ (übersetzt „Die Freien“). Früher waren die Berber noch über gesamt Nord-Afrika verstreut so dass sich auch heute noch Berber in Algerien (ungefähr 25% der Bevölkerung), Tunesien, Algerien und Ägypten finden. |
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Die Berber waren stets in der Lage sich selbst zu versorgen und garantierten sich damit eine gewisse Unabhängigkeit(soweit möglich) gegenüber anderen Völkern. So standen der landwirtschaftliche Anbau und die Viehzucht von Schafen und Kamelen im Mittelpunkt Ihrer Tätigkeit. Die Berber im Allgemeinen galten als sehr ruhiges, sesshaftes und von sich aus sehr friedliebendes Volk.
Über die Geschichte der Berber ist nur sehr wenig bekannt, da es keine bestätigten Schriftstücke von Ihnen selbst gibt. Dies liegt einerseits daran, das Berber zwar ein Alphabet hatten, Ihre Schriftsprache aber fast nie nutzten und somit nie selbst etwas über ihre Geschichte festhalten konnten, andererseits vermischte sich die Kultur und Geschichte der noch heute lebende Berber im Laufe der Zeit mit der, der immer größer werdenden arabischen Bevölkerung. So muss man zwangsläufig auf alte griechische, römische und vor allem ägyptische Quellen zurückgreifen um mehr über die Gemeinschaft zu erfahren. Erstmals erwähnt wurden die Berber in Aufzeichnungen der Ägypter um 945 v. Christus.
Die Berber, welche sich zur damaligen Zeit fast über den gesamten Nordafrikanischen Kontinent verteilt hatten, herrschten auch über weite Teile des ägyptischen Reiches. Doch über die Jahrhunderte wurden die Berber immer wieder Zeuge von brutalen Eroberern und Siedlern welche Nord-Afrika für sich beanspruchten. Neben den Arabern, Osmanen und Römern waren es auch Spanier und Franzosen die im Laufe der Zeit Siedlungen in Afrika errichteten, und damit Einfluss auf die weitere kulturelle Entwicklung der Berber nahmen, da sich die Berber den Kolonisatoren immer wieder unterwerfen mussten. Einzig die „Imazighen" im heutigen Algerien und Marokko, welche zu dieser Zeit hoch auf den Bergen siedelten, wurden von den eingebrachten fremden Kulturen am wenigsten beeinflusst. Das dürfte auch der Grund sein, warum dort heute noch die Berben leben, welche noch am meisten von ihrer alten Kultur behalten haben.
Die Berber waren, auch wenn sie literarisch heute gerne als „Gemeinschaft" beschrieben werden, nicht als eine Gemeinschaft in Form von Stämmen und Völkern anzusehen. Die größte soziale Einheit war die Familie und diese lebten mehr nebeneinander als miteinander. Ausschließlich in Zeiten von Krisen und Kriegen rückten die Berberfamilien näher zusammen um sich zu helfen. Waren alle Problem überstanden ging das Leben in der ursprünglichen, getrennten Form weiter.
Der Zusammenhalt der Berber gründet sich also nicht auf das enge Zusammenleben sondern hauptsächlich auf den gemeinsamen Kalender (Zeitrechnung begann ungefähr 950 v.Chr.) und die gemeinsam gesprochene Sprache. Heutzutage beherrschen, auf Grund der erwähnten arabischen Übermacht, nur noch sehr weniger der verbliebenden Berber das Berber-Alphabet („Tifinagh") oder gar die Berbersprache. Die ursprüngliche, dialektfreie Form der Berbersprachen wird als „Tamazight" bezeichnet. Des Weiteren gibt es verschiedene Dialekte, wie zum Beispiel „Taschelhit" und „Tarifit" in Marokko sowie Thagbailith, Chaouias und Mzab in Algerien.