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Völker in Afrika
In Afrika leben mehr als 3.000 unterschiedliche Völker. Insgesamt gesehen leben nördlich von der Wüste Sahara die hellhäutigen Völker und im Süden sind die Siedlungsgebiete der negriden Völker, aber dazwischen findet man oft auch Mischvölker, z.B. im Sudan und Ostafrika. |
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Im Norden von Afrika leben viele Araber, die während sich der islamische Staat gebildet hat, nach Afrika ausgewandert sind - die Tuareg in der Sahara und die Berber im Atlasgebirge.
Im Süden von der Sahara, wo die meisten negriden Völker sich durch Ackerbau ernähren, ist die Sprachgruppe Bantu verbreitet. Dazwischen leben die Ägypter, Nubier, Äthiopier, Somala, Haussa und Fulbe. Im Osten von Afrika leben die Menschen vor allem von Viehzucht. Im zentralen Regenwald oder in der Halbwüste sind noch vereinzelt kleine Gruppen von Pygmäen und Buschmänner anzutreffen, die dort als Jäger und Sammler leben.
Ashanti aus Ghana
Zu den wichtigsten Völkern in Afrika zählen unter anderem die Ashanti, die in Ghana leben. Bevor die Europäer ganz Afrika kolonialisierten, hatten die Ashanti im Westen von Afrika ein großes Reich und waren die Dominierenden in dieser Region. Aus einem tributzahlenden Staat entwickelten die Ashanti eine Konföderation und 1670 gründete Osei Tutu aus dem losen Bündnis der kleinen Stadtstaaten das Ashanti-Königreich. Durch Eroberungen wurde das Ashanti-Königreich weiter vergrößert und umfasste einen großen Teil des heutigen Ghana. Die Ashanti waren eine der stärksten afrikanischen Regionen, die sich lange Zeit gegen die britische Kolonialistin wehren konnte, erst nach vier Kriegen konnten 1900 die Briten das Ashanti-Königreich besiegen und es in Goldküste umbenennen. 1935 wurden die Ashanti-Könige zurückberufen, diese haben aber nur noch zeremonielle Aufgaben.
Heute ist die Ashanti Region eine eigene administrative Einheit in Ghana, von der Kumasi die Hauptstadt ist. Die Ashanti-Region ist die bevölkerungsstärkste Gegend in Ghana - hier leben mehr als 3,6 Millionen Menschen. Die modernen Ashanti legen aber keinen besonderen Wert mehr auf ihre Volkszugehörigkeit, sie sind mehr nationalistisch eingestellt.
Die Beduinen
Ein weiteres, sehr bekanntes afrikanisches Volk sind die Beduinen. Die Bezeichnung Beduinen kommt aus dem Arabischen und heißt übersetzt die nicht ortsfest lebenden Menschen. Beduinen sind Nomaden, die mit ihren Kamelen oder anderen Kleintieren wie Schafe oder Ziegen in der Wüste oder Halbwüste in Arabien leben. Das Volk der Beduinen ist vor allem für ihre Tapferkeit und Gastfreundschaft bekannt. Die Beduinen wandern mit ihren Tieren von einem Weidegrund zum nächsten und früher transportierten sie viele Waren in Karawanen oder stellten Begleitschutz. Bereits 46 v. Chr. kamen die ersten arabischen Beduinen nach Afrika und mit der islamischen Expansion, die durch die Beduinen angetrieben wurde, konnten sie sich in weiten Teilen des Norden und Nordosten Afrikas ausbreiten. Im 11. und 12.Jahrhundert verwüsteten die Araber große Teile im Norden von Afrika, die damals noch landwirtschaftlich genutzt wurden. Seit dieser Zeit herrscht in der Sahara der Kamel-Nomadismus. Heute gibt es immer weniger Beduinen, die nach der ursprünglichen nomadischen Lebensweise wohnen, aber die typische Traditionen wie beispielsweise die Falkenjagd oder Kamelrennen finden auch heute noch statt.
Bekanntes Ostafrikanisches Volk: Die Massai
Ein anderes sehr bekanntes ostafrikanisches Volk sind die Massai. Die Massai-Krieger kleiden sich auch heute noch traditionell in ihren roten Gewändern, tragen lange, ockergefärbte Haare und repräsentieren für den europäischen Geschmack ein stolzes, afrikanisches Naturvolk dar. Die Massai sind ein Hirtenvolk, das nach der nomadischen Lebensweise durchs Land zieht. Die Massai leben von ihrer Viehzucht - meist bestehend aus Schafen, Ziegen und Rinder - und ihre traditionelle Siedlung besteht aus 10 bis 20 flachen Hütten. 1550 wanderten die Massai aus dem Süden des Sudan nach Kenia und Tansania aus. Die Massai gelten als furchtlose Krieger, trotzdem zählen sie mit den ungefähr 300.000 Menschen eher zu den kleinerer Völkern in Kenia. Ihr Abstieg begann im 19.Jahrhundert. Er war die Folge vieler Konflikte innerhalb der Massai, bei der viele Clans vernichtet wurden. Aber auch Pockenepidemien sowie schwere Dürreperioden und die Rinderpest machten den Massai schwer zu schaffen.