Vegetation in der Sahelzone

Als Sahelzone oder Sahel bezeichnet man den Streifen des afrikanischen Kontinents, der im Osten durch das rote Meer, im Westen durch den Atlantik, im Norden durch die Trockenwüste Sahara und im Süden durch anschließende Feuchtsavannen begrenzt wird. In der Sahelzone liegen unter anderem Länder wie Senegal, der Sudan und Teile Äthopiens, also einige der ärmsten Länder der Welt.

Vegetation in der Sahelzone in Afrika

Das Klima in der Sahelzone

Etwa 10 Monate des Jahres bilden in diesem Gebiet die Trockenzeit, nur etwa 2 sind niederschlagsreich. Vor allem im Norden der Sahelzone ist das Klima heiß und trocken; wie in der Sahara, die sich nördlich anschließt, verdunstet der Regen oft schon bevor er den Boden erreicht (arid). Richtung Süden werden die Niederschlagszahlen höher und die Regenzeiten sind länger, hier ist die Verdunstungsleistung der Sonne nur in einigen Monaten höher, als die fallende Wassermenge (semiarid). Die Jahresdurchschnitts-Temperatur liegt bei über 20°C.

Bodenbeschaffenheit

Die größte Fläche der Sahel besteht aus lockerem Sandboden mit, für viele Pflanzen, sehr ungünstigen Bedingungen. So ist die Fähigkeit des Bodenmaterials Wasser zu speichern sehr gering, die Anfälligkeit für Erosion ist dagegen sehr hoch; Pflanzen finden schwer Halt im Boden und durch die Dürre neigen die Böden dazu, zu versalzen.

Die Vegetation in der Sahelzone

Schon durch die Lage des Gürtels, der als Sahelzone bezeichnet wird, ist das Erscheinungsbild der Vegetation teilweise zu erahnen: von Norden nach Süden lässt sich ein deutlicher Gradient feststellen. Das heißt, dass sich die lebensfeindlichen Eigenschaften der Sahara im Norden der Sahelzone weitestgehend wiederfinden lassen. Einige Regionen verfügen aufgrund der extremem Dürre über keine Vegetation; die Dünenlandschaft der Sahara setzt sich fort und breitet sich sogar aus (Desertifikation). Dass heißt, die Abnahme der Vegetation verstärkt sich selbst, da ein Boden mit weniger dichter Pflanzendecke auch weniger Wasser speichern kann.

Im Norden finden sich also vorwiegend Gebiete, die als Wüste und Halbwüste zu bezeichnen sind. Die größten Teile der mittleren Sahelzone bestehen aus Dornenstrauchsavannen in denen nur Pflanzen wachsen, die an Trockenheit angepasst sind und Mechanismen zum Speichern von Wasser entwickelt haben. Hier sind hauptsächlich kleine Gräser zu finden, die kaum über 30cm hoch werden. Im Süden gehen diese Dornenstrauchsavannen allmählich in Trockensavannen über, in denen, neben höheren Gräsern und Büschen, bereits ein geringer Baumbestand festzustellen ist. An Flussufern, sowie an Rändern besiedelter Gebiete, ergibt sich eine reichhaltigere Fauna, die, zum Teil, sehr dicht ist.

Im Süden gehen die Trockensavannen der Sahelzone langsam in Feuchtsavannen und vereinzelt in tropischen Regenwald über. Betrachtet man die Vegetation der Sahelzone im Gesamten, lässt dabei aber gesonderte Regionen, wie Uferzonen oder Flächen, die landwirtschaftlich benutzt wurden oder werden, außen vor, offenbart sich ein deutlicher Gradient von Norden nach Süden, der sich in die 3 Hauptzonen, Wüste, bzw. Halbwüste, Dornenstrauchsavanne und Trockensavanne unterteilen lässt. Die Übergänge zwischen den einzelnen Zonen sind hierbei natürlich fließend.