Traditionelle Religionen Afrikas

Es gibt bei den traditionellen Religionen Afrikas unterschiedliche Besonderheiten, die keiner Allgemeinheit unterliegen. Die Merkmale stammen aus bestimmten Vorstellungen und Betrachtungsweisen. Es gibt traditionelle Religionen Afrikas, die ihren Glauben an ein höheres Wesen und mehrere niedrigere Götter. Der oberste Gott ist zu heilig, um ihn direkt anzubeten oder Wünsche mitzuteilen. Die geringeren Gottheiten werden deshalb angebetet, die zum obersten Gott eine vermittelnde Stelle einnehmen. An Stelle dieser Götter steht oft ein Totem.

Traditionelle Religionen in Afrika

Als irdische Vertreter entsprechender Gottheiten werden Tiere vergöttert. Alle niedrigeren Gottheiten decken einen Lebensbereich des Glaubensseligen ab und setzt darin seine Macht ein. Der Alltag und der oberste Gott stehen in Distanz zueinander.

Im Glauben des Animismus wird die natürliche Umgebung, Gegenstände Lebewesen von Geistern beeinflusst und nehmen aktiv am Leben teil. Der Glaube im Animismus kann an gute und böse Geister gerichtet sein. Gläubige im Sinne des Animismus glauben an Geister, die in Bäumen, Häusern, Wäldern oder Dörfern wohnen. Die Geister können auch in Lebewesen wohnen. Die Menschen glauben an die Verfolgung durch die Geister; ziehen die Menschen um, werden die Geister sie verfolgen. Tiere werden geopfert, um Gnade und Schutz Gottes zu beteuern. Tieropfer gelten als beschwichtigend und sorgen für Zufriedenheit der Naturmächte und Geister.

Im traditionellen Glauben Afrikas gehen Riten hervor. Initiationsriten werden durchgeführt, wenn ein Kind in die Gemeinschaft aufgenommen wird oder das Kind in das Leben eines Erwachsenen einkehrt. Es gibt Riten nach dem Tod für die Aufnahme in das Reich der Vorfahren. Der Ahnenkult belegt die Ehrerbietung vor den Vorfahren. Die verstorbenen Ahnen, die so genannten Ahnengeister, treten normalerweise freundlich und zufrieden den Lebenden entgegen, in anderen Lagen sind sie auch böse und vernichtend. Im Süden Afrikas findet der Exorzismus eine weite Verbreitung bei den Gläubigen.

Traditionelle Religionen Afrikas umfassen die Heiligkeit bestimmter Sachen, Orte, Tiere oder andere Lebewesen. Weitere traditionelle Religionen Afrikas umfassen den Glauben an Heilkräfte von Menschen, Fetisch, Zauberkraft und magische Kräfte. Man nennt es auch Schwarze und weiße Magie. Diese Menschen werden als Zauberer benannt, weil sie Heilkräfte besitzen oder dem Schadenzauber mächtig sind. Die Menschen, die die Kraft besitzen, nutzen sie, um jemanden zu heilen, zu schaden oder beides oder sind mit spirituellem Wissen vertraut.

In verschiedenen traditionellen Glaubensrichtungen Afrikas existieren böse Hexen und bösartige Zauberei. Bei der Hexerei werden hauptsächlich Menschen der heimtückischen Anwendung spiritueller Magie angeklagt, bei dem dadurch ein Mensch einen körperlichen oder wirtschaftlichen Schaden erlitten hat. Klassisch sind auch Hexenjagden, die Mitte der 1980er Jahre außerordentlich und insbesondere in Tansania, Nigeria oder Südafrika angestiegen sind.