- Islam in Afrika
- Christentum in Afrika
- Traditionelle Religionen Afrikas
- Synkretismus in Afrika
- Judentum in Afrika
- Ahnenkult in Afrika
- Afrikanische Kosmologie
Religionen in Afrika
Ein wesentlicher Bestandteil des kulturellen Lebens auf dem Kontinent sind die Religionen in Afrika. Religionen in Afrika spielen in allen Bereichen des Lebens der vielen afrikanischen Völker eine zentrale Rolle. Zur überwiegenden Mehrheit gehört das Christentum als auch der Islam, wobei der Islam mehr die nördliche Gegend beherrscht und das Christentum mehr im Süden zelebriert wird. |
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Religionen in Afrika
Eine statistische Aussage darüber, welche Religion mehr Anhänger gefunden haben, liegt nicht vor. Des Weiteren hat sich eine Vielzahl an traditionellen Religionen in den unterschiedlichsten Formen gefunden. Hieraus gliederten sich Mischformen der traditionellen Religionen, dem Christentum und dem Islam. Andere Gemeinschaften sind dem Judentum zuzuordnen. Grundsätzlich gibt es keine eigentliche Religion, die als ursprünglich zu bestimmen ist.
Christentum
Eine der Religionen in Afrika ist das Christentum, das in etwa zu der Zeit des Römischen Reiches seinen Einzug in Äthiopien hielt. Die ersten historischen Nachweise fand man im südlichen Afrika der Sahara und stammt aus dem 4. Jahrhundert. Ausgebaut wurde das Christentum durch Missionare in der Kolonialzeit. Im 20. Jahrhundert wurde nicht zuletzt durch die Evangelisierung das Christentum stark verbreitet. Um die Missionararbeit zu erleichtern, wurde in den letzten 200 Jahren die Bibel in verschiedene Sprachen übersetzt.
Islam
Zu den wichtigsten Religionen in Afrika gehört der Islam. Zusammen mit dem Christentum gehört der Islam zu den am meisten verbreiteten Religionen in Afrika. Bald nach dem Tod des Religionsgründers und Propheten Mohammed breitete sich der Islam vor allem im Norden aus und reichte bis an die Ostküste. Bereits im 8. Jahrhundert war der Islam auf dem Vormarsch und kam zusammen mit arabischen Kaufleuten, die auf dem Seeweg Handel betrieben in die Siedlungen der ostafrikanischen Küste. Die Handelsrouten waren auch der Weg, den Islam immer weiter in den Süden zu bringen, mit Ausnahme der Unterwerfung des Ghana-Reiches.
Die Ausbreitung des Islam war maßgeblich von Interesse für das Gelehrtenwissen der arabischen Händler und des Handelsinteresse bestimmt. Seit etwa 1880 sind der Islam die herrschende Religion im nördlichen Drittel Afrikas und inzwischen auch der Großteil Westafrikas. Später wurde der Koran in gesondert eingerichteten Koranschulen unterrichtet.
Afrikanische Religionen
Religionen in Afrika die vor der Ausbreitung von Islam und Christentum, unabhängig davon entstanden sind, sind afrikanische Religionen. Durch die Beeinflussung der „neuen" Religion und der afrikanischen Urreligionen, vermischten einige sich zu neuer Formation. Deshalb kann man heute nicht mehr trennen, welche Religion in Afrika hier seinen Ursprung gefunden hat oder durch den westlichen Einfluss konzipiert wurde.
Wenige traditionelle Religionen beschäftigen sich mit höheren Wesen und wenigen Gottheiten, allerdings werden diese Götter nie direkt angebetet aus erfurcht vor dem heiligen Unantastbaren. Religionen in Afrika schufen daher niedere Götter, die zu höheren Göttern die Verbindung herstellen sollen, dies geschieht Zeitweilen auch durch den Einsatz von Totem. Jeder der Götter ist für einen bestimmten Bereich zuständig und übt auch nur dort seine Macht aus. Einige Tiere werden als heilige Irdische Gottheiten verehrt und sind unantastbar. Andere Riten fordern wiederum Tieropfer um den Gott um Schutz zu bitten und um Gnade zu erhalten.
Die Erfüllung von Riten, die von den Göttern gewünscht werden, umfasst den gesamten Alltag einzelner Stämme, die sich um die Einführung eines Kindes in die Erwachsenen Gemeinschaft befasst, oder einen umfassenden Ahnenkult betreiben. Viele kleine alltägliche Dinge, die verrichtet werden müssen werden aus Dankbarkeit des Gottes gegenüber, um ihn milde zu stimmen oder zukünftiges Glück heraufzubeschwören veranstaltet. Oft werden hierzu die Schamanen zu Rate gezogen, denen besondere Heilkräfte zugesprochen werden und gute und böse Geister beschwören. Zauberkraft, Magie und die Anwendung von Fetischen ist nicht ungewöhnlich für Religionen in Afrika.
