Namensherkunft Afrika
Afrika ist ein Kontinent mit einer Fläche von 30,3 Millionen km², welcher sich über 8000 km von Nord nach Süd und über 7600 km von Ost nach West erstreckt. Das entspricht etwa 1/5 Landfläche der Erde. Damit ist Afrika nach Asien der zweitgrößte Kontinent der Erde und etwa dreimal so groß wie Europa. Gambia, als kleinster Staat auf dem Festland, entspricht in etwa der Größe Zyperns. Der größte Staat, der Sudan, ist ungefähr acht mal so groß wie Deutschland. Vor der Südostküste Afrikas liegt im Indischen Ozean die größte Insel, Madagaskar. |
|
|
| |
Geographie Afrika
Im Osten ist Afrika vom Pazifischen Ozean, im Norden vom Mittelmeer und im Westen vom Atlantischen Ozean begrenzt. An der schmalsten Stelle Afrikas, der Straße von Gibraltar, beträgt die Entfernung nach Europa gerade einmal 14 km. Von Asien ist Afrika durch das rote Meer und den Suezkanal getrennt. Zwischen dem subsaharischen Afrika (Schwarzafrika) und dem hauptsächlich von Arabern bewohnten Nordafrika liegt die Sahara.
Namensherkunft Afrika
Der römische Senator und Feldherrn Scipio Africanus (der Eroberer Karthagos) verwendete erstmalig den heutigen Namen Africa. Er stammt aus der griechischen und römischen Kolonisation Nordafrikas vom Namen eines lybischen Volkes, den Afri, ab. Diese lebten damals in den Regionen der Städte Utica und Karthago. Nach dem Sieg der Römer über Karthago im Jahr 146 v. Chr., wurde der Name Africa procunsularis für die Region Nordafrika bis zur Grenze nach Ägypten durch die Besatzer verwendet. Der Begriff libýe bezeichnete damals den gesamten Erdteil. Der Begriff Africa wurde erst gegen Ende des 3. Jahrhunderts für den Kontinent als Name bedeutsam.
Heute leben über eine Milliarde Menschen in Afrika. Die kulturelle Vielfalt seiner unzähligen Völker prägt diesen Kontinent. Der größte Teil der Menschen lebt in sehr bescheidenen Verhältnissen, wenn nicht sogar in Armut.
Geschichtliches
Der afrikanische Kontinent war für die europäischen Völker jahrhundertelang unerforscht. Nach überlieferter Geschichte begann Afrika im Nordosten mit dem Reich der ägyptischen Pharaonen. Die phönikische Kolonie Karthago entfaltete sich im westlichen Teil Nordafrikas zu einer großen See- und Handelsmacht. Später wurde diese, wie auch die übrigen Küstenländer, römische Provinz. Die Eroberung des größten Teils von Nord- und Ostafrika begann im 7. Jahrhundert durch die Araber. Portugiesen, später dann auch Holländer, Engländer, Franzosen und Dänen gründeten seit dem 15. Jahrhundert Handelsstützpunkte an den Küsten. Die Kolonisierung, die allgemeine Aufteilung Afrikas unter die europäischen Kolonialmächten fand erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts statt. Ihre Unabhängigkeit erlangten die Afrikaner nach dem Zweiten Weltkrieg.