Krankheiten in Afrika

Wer eine Afrika-Reise anstrebt, sollte sich vorher auch über die Krankheiten dort erkundigen und unbedingt entsprechende Vorkehrungen vor der Einreise treffen. Als allererstes ist die Malaria zu erwähnen. Diese Krankheit ist vor allem deshalb so gefährlich, weil die Symptome schwierig zu erkennen sind. Die Krankheit wird oft erst viel zu spät erkannt und hat auch deshalb so viele Opfer, weil zu spät oder falsch behandelt wurde.

Krankheiten in Afrika

Malaria wird durch den Stich einer mit Plasmodien befallenen weiblichen Anophelesmücke übertragen, eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist theoretisch unwahrscheinlich, kann jedoch auch vorkommen durch eine Infektion bei einer Bluttransfusion oder auch durch eine infizierte Mutter auf ihr ungeborenes Kind. Malaria äußert sich sowohl mit den Anzeichen einer normalen Erkältung als auch mit den Merkmalen einer Darmgrippe, meist mit Erbrechen und Kopfschmerzen beginnend. Man fühlt sich allgemein unwohl und wechselweise treten Fieber- und Frierschübe auf.

Mit der richtigen Behandlung kann Malarie binnen einer Woche bekämpft sein, doch in Ländern wie Afrika erschweren die Hygienebedingungen, das Fachwissen und die Armut der Menschen die rechtzeitige Diagnose und das rettende Behandeln der Malariakrankheit. Außerdem sollte man sich noch unbedingt gegen Gelbfieber, Tollwut, Typhus, Cholera und Polio impfen lassen und auch seine Tetanusimmuni-sierung auffrischen lassen. Hierzu bedarf es der frühzeitigen Rücksprache mit dem Hausarzt, der ein Impfprogramm aufstellt, so dass man für die Reise nach Afrika gut geschützt ist. Die Krankheiten in Afrika sollten also stets bedacht werden, jedoch sollten sie kein Hindernis sein, um nach Afrika zu reisen.

Vor Ort kann man einen Malariatest machen. Dieser wird recht günstig vielerorts angeboten, dauert ca. 15 Minuten und verschafft Gewissheit, speziell beim den oben geschilderten Symptomen und allgemeinem Unwohlsein sollte man der Sache nachgehen.

Durchfallerkrankungen

Des Weiteren gehören Durchfallerkrankungen zu den typischen Urlaubskrankheiten in Afrika. Überhaupt ist dies typisch für Tropengebiete, denn hier herrscht eine andere Essensart verbunden mit der klimabedingten schnelleren Verderblichkeit von Lebensmitteln. Hinzu kommen die oft schlechten Hygienebedingungen, die den eigenen Magen überstrapazieren können. Auf frisch zubereitete Mahlzeiten sollte daher geachtet werden und Medikamente gegen Durchfall sollten eh in der Reiseapotheke nicht fehlen. Sollte man sie dennoch vergessen haben, erhält man sie auch vor Ort an den entsprechenden Stellen.

In Kenia ist das Rift-Valley-Fieber verbreitet, stellt jedoch für den Touristen keine Gefahr dar. Über die Akutheit des Fiebers informiert das Reisebüro und auch das Zentrum für Reisemedizin Düsseldorf. Vor allem nach der Regenzeit steigen die Fälle an Rift-Valley-Fieber erkrankten Menschen in Afrika an.

Die Symptome sind grippeähnlich und äußern sich mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Gefährlich wird es, wenn sich hieraus Hirnhautentzündungen und Blutungen entwickeln. Auch dieser Virus wird durch Mücken auf den Menschen übertragen. Auch Fälle von Übertragung durch den direkten Kontakt mit infizierten Rindern, Schafen, Ziegen und Kamelen ist bekannt. Da bisher die Erkranung eins Touristen an Rift-Valley-Fieber nicht bekannt ist, gilt die Krankheit für Afrikareise als ungefährlich.

Die Krankheiten in Afrika bleiben nicht in Afrika, daher sollte man auch nach der Rückkehr auf sein Befinden achten und bei Unwohlsein einen Arzt aufsuchen, mit dem Hinweis, dass man in Afrika war, um so die Diagnose und Behandlung zu erleichtern. Mit den hiesigen Standards bekommt man die Krankheiten schnell und gut in den Griff.