Subtropisches Klima

Nach der allgemeinen Definition der Klimazonen werden die Subtropen nach einer mittleren Monatstemperatur von mehr als 20°C definiert, wobei die mittlere Temperatur des kältesten Monats jedoch unter der Marke von 20°C liegt. Geografisch befinden sich die Subtropen als Übergang zwischen den Tropen und den gemäßigten Breiten, was etwa einer Ausdehnung zwischen 25° bis 40° Nord bzw. Süd entspricht. Klimatisch und vegetativ muss man die Subtropen allerdings in den äquatornahen und polnahen Bereich unterteilen.

Das Klima der Subtropen

Die allgemeine Luftzirkulation wird durch weit verbreitete, absinkende Luftmassen bestimmt, welche den sogenannten Subtropischen Hochdruckgürtel zur Folge haben. Dieser verhindert das Aufsteigen von Luftmassen und somit die Bildung von Wolken, dies wiederum führt zu extrem hohen Temperaturen und der Entstehung von Wüsten, vor allem in den äquatornahen subtropischen Gebieten. Alle großen Wüsten unseres Planeten, wie die Mojave-Wüste in Nordamerika, die Sahara in Nord Afrika und die Wüste Gobi in Zentral Asien finden sich in diesem Bereich der Subtropen.

Dort herrschen Temperaturen von konstant über 45°C im Sommer (Rekord: 57,8°C gemessen 1922 in Lybien). Auf Grund der ausbleibenden Bewölkung kann in den äquatornahen subtropischen Gebieten keine terrestrische (von der Erde ausgehende) Strahlung von Wolken reflektiert werden, das in der Nacht und in den Wintermonaten (wo zusätzliche weniger solare Strahlung auf die Erde trifft) wiederum zu extrem kalten Temperaturen bis hin zu - 40°C (Wüste Gobi) führen kann.

In den polnäheren Gebieten, wie zum Beispiel dem Mittelmeerraum, ist die Schwankung der Temperatur bezüglich Tag und Nacht dagegen sehr viel geringer. Allgemein spricht man in den Subtropen, im Gegensatz zu den Tropen, von einem sogenannten „Jahreszeitenklima", das bedeutet die Variation der Temperatur innerhalb eines Jahres ist größer als die Temperaturschwankung eines einzigen Tages.

Besonderheiten der äquatornahen Gebieten

Niederschlag findet man in den äquatornäheren Gebieten, wenn überhaupt, nur innerhalb von vier bis sechs Monaten, wobei der Regen nur ein bis zwei Monate ausreichend ist, um landwirtschaftlich zu arbeiten. Dieser Niederschlag ist allerdings extrem heftig und entsteht immer dann, wenn die Innertropische Konvergenzzone in die Nähe der Subtropen zieht und heftige Gewitter mitbringt. Im Bereich der Innertropischen Konvergenzzone findet man konvergente Winde am Boden, welche zum Aufsteigen und damit zur Destabilisierung der Luftschicht führen, das wiederum heftige Niederschlägen zur Folge hat.

Die Innertropische Konvergenzzone bewegt sich über das Jahr ungefähr zwischen dem nördliche und südlichen Wendekreisen (ca. 23,5° Nord bzw. Süd), also im Bereich der Tropen. Daraus folgt dass nicht alle Bereiche der Subtropen von der ITCZ beeinflusst werden, vor allem der nördliche Teil der Subtropen auf der Nord-Hemisphäre und der südliche Teil der Subtropen auf der Süd-Hemisphäre liegen außerhalb des Einflussbereichs der Innertropischen Konvergenz Zone.
Ein weiterer Effekt der absinkenden Luftmassen ist die Entwicklung einer sogenannten Absinkinversion, welche, vor allem an den Küsten, häufig für die Entstehung von Nebel verantwortlich ist.

Im Kontrast zu den vielfältigen Arten in den Tropen, speziell im Regenwald, findet man in den äquatornahen Subtropen vergleichsweise eine Artenarmut, welche hauptsächlich in den extrem hohen Temperaturschwankungen begründet ist. Dagegen findet man in den polnahen Gebieten der Subtropen eine größere Artenvielfalt, die auf das gemäßigtere Klima zurückzuführen ist.