Sommerregen Klima

Der afrikanische Kontinent überrascht nicht nur durch seine Artenvielfalt in Tierwelt und Fauna, sondern auch durch die unterschiedlich anzutreffenden Klimazonen. Dabei reichen die Klimaveränderungen von einer staubtrockenen Wüstenhitze bis hin zu subtropischen Gegenden mit hoher Luftfeuchtigkeit und Dauerregen. Besonders hervorzuheben ist dabei das wechselfeuchte Klima in Afrika.

Durch tropische Temperaturen und plötzlich erscheinende Sommerregen zählen die Teile Afrikas, in denen subtropisches Klima vorkommt, auch zu den wechselfeuchten Sommerregengebieten. Erstaunlich ist dabei, dass die Hälfte des Jahres zur offiziellen Regenzeit gezählt wird (ca. 7 Monate) und durchschnittlich um das 1000 bis 1400mm Regenwasser pro Quadratmeter in diesem Bereich fällt.

Das Sommerregen Klima zeichnet sich weiterhin durch eine relativ langanhaltende Trockenphase nach der subtropischen Zeit aus. Nahezu der komplette Rest des Jahres wird der Trockenzeit zugeordnet und steht für eine durchaus regenlose Periode, was sich besonders auf konventionelle vom Menschen betriebene Landwirtschaft auswirkt. Großer Vorteil ist dabei allerdings, dass die landwirtschaftliche Nutzung in den Sommerregen Gebieten nahezu nicht vorhanden und die Natur somit mit keinen äußeren Einflüssen belastet ist.

Sommerregen in Afrika

Zu den bedeutendsten Sommerregengebieten in Afrika stehen zum einen die zentralen Hochländer und die tropischen, immer feuchten Regionen rund um die Süd- und Südostküste. Die zentralen Hochländer haben einen Durchschnittsniederschlag von mehr als 1.000 mm und haben besonders aufgrund unebener und nicht gleichmäßig verteilter Strukturen, einer vermehrten Anhäufung von Berg- und Talgegenden ein besonders starkes Risiko bei lang andauernden sommerlichen Niederschlägen. Kleine Dörfer und Städte an den Rändern von Anhöhen sind besonders von Überschwemmungen und Bodenerrosionen in der Regenzeit gefährdet, allerdings geht auch von den Gewittern selbst eine gewisse Gefahr aus. Die starke Erosionsgefahr hat dabei direkt mit der Verteilung von Trockenzeit und Regenzeit in den Sommerregen Gebieten zu tun. Durch die Wechsel zwischen der langen Trockenperiode und die plötzlich eintretende Trockenperiode ist eine ausreichende Vegetation nahezu unmöglich.

Die subtropischen Regionen im Süden

Die immer feuchten subtropischen Regionen an der Südküste werden hauptsächlich durch außertropische Luftströme beeinflusst, was für einen konstant schwächeren Regenfall in die Sommermonaten, dafür aber auch für einen starken Regenfall in den Herbst und Wintermonaten sorgt. Durchschnittlich sind in den Küstengebieten rund 900mm Regenfall pro Quadratmeter und an weiteren Stellen landeinwärts sogar bis zu 1800 mm zu erwarten. Außerdem ist durch eine konstant gegebene Luftfeuchtigkeit und die damit erscheinende Schwüle für einen hohen Wasserverlust beim Menschen verantwortlich. Den Besuchern und Einwohnern dieser Gegenden fällt es in der Regel schwer, so viel Wasser zu sich zu nehmen, wie sie benötigen. Der Wasserverbrauch eines erwachsenen Menschen steigt in diesen Regionen schnell einmal auf 4 bis 5 Liter pro Tag an.

Beide Zonen haben in der Regenzeit milde, warme Temperaturen, die durch den Regenfall und die hohe Luftfeuchtigkeit aber schnell als drückend und zehrend wahrgenommen werden. Allerdings sind hier die meisten Tierarten anzutreffen und das Pflanzenwachstum ist beeindruckend. Eine nicht zählbare Summe an Pflanzen und verschiedenen Tierarten lässt sich in den Sommerregengebieten antreffen, obwohl sie nur 20-30 Prozent des Kontinentes ausmachen.