Hochgebirgsklima

Beim Hochgebirgsklima handelt sich um kalte Temperaturen, die während des ganzen Jahres durchgehalten werden und um Regionen, die sich in Höhenlagen über 1500 über dem Meeresspiegel befinden. Die Temperaturen steigen deshalb nicht an, weil eine Eigenschaft des Hochgebirgsklimas eine geringe Luftdichte ist, die Wärme gewissermaßen "nicht leitet". Aufgrund dieser Verhältnisse sind zwar einerseits Vegetation und Tiervorkommen nur in geringem Maße vorhanden, jedoch dient das Hochgebirgsklima dazu, z. B. Trainingslager für Sportler durchzuführen wie auch Skifahrern interessante und längere Abfahrten zu bieten.

In Afrika tritt Hochgebirgsklima in folgenden regionalen Abschnitten auf (höher als 4.000 m gelegen), dem Kilimandscharo, dem Hochland von Abessinien, dem Kamerunberg-Massiv, dem Ruwenzori-Hochland, dem Hohen Atlas, den Virunga-Vulkanen - auch ist das Hochgebirgsklima noch bei einer Reihe von weiteren Einzelbergen vorhanden, noch der Mount Bambulous, der mit 2.710 m am niedrigsten liegt.

Das Hochgebirgsklima besteht aus unterschiedlichen Elementen, die sich nach physikalischen und klimatischen Gesetzmäßigkeiten zusammensetzen: Es handelt sich hier um a) den geringeren Luftdruck, b) thermische Gegebenheiten, c) Strahlungseinwirkungen, d) die Beschaffenheit der Atemluft und e) besondere Witterungsverhältnisse. Allgemein bekannt im Zusammenhang mit dem Hochgebirgsklima war schon seit Jahren, dass sich die folgenden Faktoren auf die menschliche gesundheitliche Kondition auswirken können a) die erniedrigte Spannung des Sauerstoffs, b) Wasserdampf, c) die ultraviolette Strahlung und d) Veränderungen in der Thermik. Doch jüngere Forschungsgeschiche über das Hochdrucksklima beweist, daß genauso gut auch das vegetative Nervensystem stabilisiert werden kann sowie Kortison (als Hormon der Nebenniere) und Testosteron ansteigt. Zur ultravioletten Strahlung sei hier noch gesagt, daß für die Therapie und Rekreation bestimmte Spektralbereiche der Sonneneinstrahlung sich bisher als sehr heilsam erwiesen haben.

Das Hochgebirgsklima und seine Luftbeschaffenheit läßt sich wie folgt nach besonderen Eigenschaften beschreiben: Sowohl gasförmig als auch staubförmig liegen die Meßergebnisse für Schadstoffe (NOx, Ozon, SO2) weit unter denen, die in niedrigeren Gegenden gemessen werden können. Andere Faktoren dienen jedoch unmittelbar der Gesundheit: Beispielsweise Asthmatiker, deren Erkrankung auf eine Allergie gegen Hausstaubmilben begründet ist (und das ist ein zahlenmäßig hoher Anteil), werden hier auch davon profitieren, daß diese Schädlinge sich in so hohen Regionen nicht am Leben halten können. Ähnliches trifft auf Pollen bzw. Pilzsporen zu: im Hochgebirgsklima ist eher nicht mit allergiebedingten Reaktionen zu rechnen.

Hochgebirgsklima wirkt sich vor allem auf drei Erkrankungen aus a) Asthma bronchiale und Bronchitis, b) Kreislauferkrankungen, c) Hautleiden. Wie oben angedeutet, kann es sich bei Asthmaerkrankungen sicherlich positiv auswirken, daß Allergieerreger im Hochgebirgsklima nicht überlebensfähig sind. Doch es gibt andererseits auch andere Asthmaformen, die dann in physikalischer, aber auch neurovegetativer und immunologischer Hinsicht beruhigt und auch effektiv therapiert werden können. Weiterhin hat es sich erwiesen, daß Kreislaufkranke, die an Bluthochdruck oder Herzinsuffizienzen erkrankt sind, durch die positiven Auswirkungen auf den Hormonhaushalt im Hochgebirgsklima selbst nach ihrem Höhenaufenthalt ihren Erholungserfolg als dauerhaft beibehalten können. Es sind hier auch wieder neurovegetative Einflüsse, die hier im Wesentlichen an einem steten Gesundheitserfolg ursächlich beteiligt sind. Weiterhin läßt sich durch das Hochgebirgsklima nahezu sofort eine Verbesserung von chronischen Ekzemen als Hautkrankheit, wie auch Neurodermitis und Psoriasis beobachten; Kortisonpräparate etwa konnten bei Aufenthalten hier abgesetzt werden.