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Voltasee
Der Voltasee ist ein Stausee im westafrikanischen Staat Ghana. Er liegt gut 100 Kilometer nordöstlich von Accra, der Hauptstadt des Landes, im östlichen Zentralghana. Mit einer Wasserfläche von 8.502 qkm ist er zudem das größte künstliche Gewässer, was je von Menschen geschaffen wurde (zum Vergleich: Der Bodensee hat eine Fläche von 536 qkm!). Er staut in erster Linie den Schwarzen Volta, den Weißen Volta und den Roten Volta zu diesen gigantischen Ausmaßen. |
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Der Voltasee wurde in den Jahren 1961 bis 1966 auf Betreiben der damals noch jungen eigenständigen Regierung Ghanas gestaut. Damals soltte das sogenannte "Volta River Project" die Lebensbedingungen der einheimischen Bevölkerung nachhaltig verbessern. Es sollte in Bau eines Wasserkraftwerks realisiert werden, welches den Strombedarf der damals aufstrebenden Industrie und auch der Privathaushalte decken sollte. Außerdem war er dazu aufgestaut worden, um die Wasserversorgung der Bauern zu verbessern, da das Klima im nördlichen Ghana sehr trocken ist und mitunter lange Zeit kein Regen fällt. Er sollte daher als eine Art Vorratsspeicher zur Bewässerung der Felder dienen.
Hauptabsperrdamm ist der Akosombo-Damm. Als mit seinem Bau 1961 begonnen wurde, mussten damals fast 80.000 Menschen umgesiedelt werden. Als dieses Meisterwerk fertig war, wurden insgesamt umgerechnet etwa 900 Millionen Euro ausgegeben. Doch hatten diese Bemühungen einen Erfolg, denn dank der Bewässerung der Felder konnten so weitaus bessere Ernten im sonst eher landwirtschaftlich ertragsarmen Norden erzielt werden.
Das Kraftwerk konnte so viel Strom produzieren, dass vor allem die Aluminiumverhüttungsbetriebe dauerhaft mit Strom versorgt werden konnten und so der Exportwirtschaft Ghanas Gewinne bescherten.
Doch neben Strom- und Wasserlieferant ist der Voltasee heute auch ein Anziehungspunkt für Touristen, welche Ghana besuchen. Die Regierung Ghanas ist bestrebt den Tourismus in den nächsten Jahren weiter auszubauen. Dabei wird auch mit dem Voltasee als sehenswerte Attraktion gelockt. In der Tat lohnt es sich dieses gigantische Gewässer zu besuchen. Es werden Dampferfahrten über den See angeboten und auch der Ausbau von Badestränden ist geplant.
Am mittleren Westufer des Voltasees liegt der Digya-Nationalpark. Er beherbergt eine Vielzahl an Tieren und Pflanzen. So verfügt er über eine große Elefantenpopulation, sowie über einen stattlichen Reichtum an Leoparden. Auch Antilopen und einige Affenarten sind dort zu finden.