- Kongo
- Malawisee
- Niger
- Nil
- Oranje in Südafrika
- Sambesi
- Tanganjikasee
- Tschadsee
- Turkanasee
- Viktoriasee
- Voltasee
Turkanasee
Der Turkanasee ist in zwei Ländern gelegen, nämlich in Kenia und in Äthiopien. Er ist mit einer Größe von 6405 km² der größte Binnensee Kenias. Insgesamt ist der See 390 km lang und 32 km breit, er liegt 375 m über dem Meeresspiegel. |
|
|
| |
Entdeckt wurde er von Graf Teleki. Nach dem österreichischen Thronfolger Kronprinz Rudolf wurde der See erstmalig benannt. Geologisch gesehen liegt der Turkanasee im Ostafrikanischen Graben. Dies ist eine Schwächezone, an der sich der afrikanische Kontinent teilt. In der Nähe des Turkanasee befinden sich viele Vulkane, die zum Teil auch heute noch aktiv sind.
Im Laufe der Jahre nimmt der Wasserspiegel des Turkanasee immer mehr ab. Der See hat zwar einen Zufluss, den Omo, doch über diesen fließt zu wenig Wasser in den See. Durch die ständige Verdunstung des Wassers, wird der Turkanasee immer salzhaltiger. Die Mineralsalze verdunsten nämlich nicht, sondern sie sammeln sich am Grund. Der See hat einen sehr hohen Sodagehalt, weshalb es hier eine Vielzahl von Fischen und Algen gibt. Aber auch am Ufer des Sees sind viele Krokodile heimisch. Überwiegende Fischarten sind hier Nilbarsche und Tigersalmler. Die meisten Bewohner dieser Region leben hier vom Fischfang. Allerdings ist der Bestand der Speisefische seit einigen Jahren stark rückläufig. Um diesen Rückgang auszugleichen, werden immer mehr Fischarten zu Speisefischen ernannt.
Rund um den Turkanasee wurden im Laufe der Jahre viele Nationalparks gegründet. Im Jahr 1997 wurden die Turkanasee-Parks zum Unesco-Weltnaturerbe ernannt. Die Gegend um den See ist sehr karg und wenig bewachsen. Es befinden sich auch viele kleine Dörfer in der Nähe des Sees. Der Sibiloi-Nationalpark ist bei Touristen sehr begehrt. Hier befinden sich Ausgrabungsstätten der ersten Menschenfunde und ein versteinerter Wald mit fossilen Baumstämmen. Die vielen Völker, die sich rund um den Turkanasee angesiedelt haben, leben zum größten Teil vom Fischfang und von selbstgefertigten Souvenirs. Gerade von Touristen werden diese Dinge gern als kleine Erinnerung gekauft.
Der Turkanasee und seine Gegend sind auch heute noch ein Wunder der Natur. Die weitläufige Landschaft, die vielen Nationalparks und die Gastfreundlichkeit der Ureinwohner, sind ein Erlebnis der besonderen Art. Wer also eine Reise nach Afrika plant, der sollte auf jeden Fall einen Abstecher zum Turkanasee unternehmen.