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Nil
Schon seit Jahren befindet sich der afrikanische Strom Nil in einem erbitterten und spannenden Wettstreit mit einem Rivalen aus Südarmerika: Mit dem Amazonas "streitet" sich der Nil seit langer Zeit um den ersten Platz in der Rangliste der längsten Flüsse unserer Erde. Auf seinem Weg durch halb Afrika überwindet der Nil eine Strecke von 6.671 Kilometern, sowie einen beachtlichen Höhenunterschied von etwa 2.700 Metern. |
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Als Quellfluss des Nils dient der "Weiße Nil", der in den Gebirgsregionen von Ruanda und Tansania entspringt. Auf dem Nilverlauf durch Nord- und Ostafrika durchquert der Fluss die Länder Ägypten, Uganda, Burundi, Ruanda, Tansania und den Sudan, sowie die Großstädte Kairo, Alexandria und Giseh.
Der Nil war maßgeblich an der Entstehung der ägyptischen Kultur beteiligt, ohne den Fluss wäre die komplette Region eine reine Wüstenlandschaft. Die Bewässerung und die regelmäßigen Hochwasser waren und sind für die Menschen der Nilregion von existentieller Bedeutung. Nur durch den fruchtbaren Schlamm, den ein Nilhochwasser bringt, sind die Felder zu bewirtschaften. Der enthaltende Ton wird zudem gerne zum Bau von neuen Häusern verwendet. Bereits zur Zeit der Pharaonen wurden komplexe Kanalsysteme konstruiert, die die Wassermengen des Nils möglichst weit in die Region verteilen sollten und somit eine funktionierende Landwirtschaft ermöglichten. Durch die Bildung von so genannten "Gauen" wurden Vereinigungen von Landwirten geschaffen, die gemeinsam eine größere Region bewirtschafteten und somit eine verbesserte Effektivität der Produktion erreichen konnten.
Auch für den Handel spielte der Nil schon immer eine entscheidende Rolle: Ägypten konnte somit einfach und schnell mit Holz versorgt werden, was zu der Zeit ein sehr knapper Rohstoff war. Die Steinblöcke für den Bau der Pyramiden wurden fast ausschließlich per Schiff geliefert, damals war die Schifffahrt nur am Tag erlaubt, da man während der Nacht Sandbänke und andere Unfälle fürchtete.
Entlang des Nils ist eine beeindruckende Vielfalt an Pflanzen und Tieren zu beobachten, weshalb vor allem Forschungsreisen in die Regionen des Nils besonders beliebt sind. Das Flusspferd, das im Verlauf des Nils zu finden ist, wurde sogar nach dem Fluss benannt (Nilpferd). Auch die Nilkrokodile sind bis weit über die Granzen Afrikas bekannt geworden.
Der Nil ist nach wie vor ein beliebtes Reiseziel, vor allem die Nil- Kreuzfahrten können sich über stets steigende Besucherzahlen freuen. Die alte Weisheit des Herodot, Ägypten sei ein Geschenk des Nils, ließe sich in der heutigen Zeit auch als Geschenk für alle Besucher verstehen, die diese einmalige Region erkunden dürfen.