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Niger
Der Niger ist mit knapp 4.180 km Länge, der Dritt größte Fluss in Afrika, direkt nach dem Nil und dem Kongo. Er entspringt in den Bergen, auf 490 m Höhe, im Süden des Staates Guinea nahe der Grenze zu Sierra Leone. Er fließt durch fünf Staaten und verläuft Bogenförmig vom Nordosten Afrikas bis in den Südosten, wo er in einem großen Delta mündet, dem Golf von Guinea. Das Einzugsgebiet beläuft sich auf 2.661.763 km² |
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Der Niger verläuft durch den südlichen Teil Nigers und streift in der Nähe von Timbuktu die Sahara, die größte Trockenwüste der Welt, von wo aus Er weiter Richtung Südosten fließt.
Der Niger mündet in der nähe der Stadt Port Harcourt in das Nigerdelta, welches ein Teil des Südatlantiks ist. Das Delta hat eine Fläche von etwa 24.000 km² und eine Breite von über 200 km. An der Mündung des Niger fließen im Durchschnittlich im Jahr, etwa 30.000 m³ Wasser pro Sekunde in den Atlantik.
Unter acht bekannten Nebenflüssen ist der Benue der Hauptzufluss des Niger. Der Benue ist, neben dem Sokoto, einer von zwei Flüssen, die links vom Niger liegen. Rechts liegen die Flüsse Bani, Béli, Gorouol, Sirba, Tapoa und der Mekrou.
Seltsamer Flussverlauf des Niger
Der seltsame Bumerangförmige Verlauf des Niger gab Forschern über Jahrtausende Rätsel auf und erst im Jahr 1879 wurde der wirkliche Ursprungsquelle entdeckt. Man vermutet seit Jahren, dass der Niger, wegen seiner Form, ursprünglich aus zwei alten Flüssen bestand. Diese sollen ihren Verlauf geändert haben, als die Saharawüste austrocknete und dabei aufeinander getroffen sein.
Der Niger stellt im trockenen Westafrika eine wichtige Entwicklungslinie dar, da er für die Menschen und Tiere die dort leben, ganzjährig Wasser liefert. Er fließt durch fast alle Klimazonen Westafrikas, im Norden durch den Tropischen Regenwald über die Savannenzonen bis hin zur Wüste. Dadurch schwank der Wasserbestand beträchtlich. Diese Schwankung wirkt sich negativ auf die Schifffahrt aus, da ein Höhenunterschied von bis zu 10 m nicht selten ist. Für die Beweidung schafft diese Schwankung, nach der Flut, allerdings positive Bedingungen.
Im oberen Teil des Nigers ist die Schifffahrt nur mit kleinen Booten möglich, aber durch Flusspferde ist auch dies sehr gefährlich. Flussabwärts kann der Strom, zu Hochwasserzeiten, auch mit größeren Booten und Schiffen befahren werden.
In seinem Oberlauf erhält der Niger ganzjährig zahlreiche, fließende, wasserreiche Zuflüsse. Ab der Stadt Koroussa in Guinea bildet er einen großen Strom, der in der Regenzeit bis Bamako mit Schiffen befahrbar ist.
Die westafrikanischen Staaten Niger und Nigeria sind nach dem Fluss benannt. Ihre Einwohner haben verschiedener Namen für den Fluss, darunter Joliba in der Manding-Sprache und Isa Ber , beides bedeutet soviel wie „großer Fluss".