Kongo

Der Kongo ist der zweitlängste und wasserreichste Fluss in Afrika. Er ist 4.374 km lang und mündet im südlichen Atlantischen Ozean. Der Lukuga ist der 350 km lange Nebenfluss des Kongo, der in den Tanganjikasee, welcher der zweittiefste See der Erde ist, in Ostafrika mündet. Das Becken des Kongo ist eines der größten Flußsysteme der Welt, die sich in der Nähe des Äquators befinden.

Unterhalb von Kinshasa wird der Kongo vom Atlantik durch die berühmten Victoriafälle getrennt. Die Victoriafälle befinden sich an der Grenze zwischen Simbabwe und Sambia - genauer gesagt zwischen den beiden Grenzstädten Victoria Falls und Livingston.

Im Jahre 1989 wurden die Victoriafälle von der UNESCO zum Weltnaturerbe ernannt worden. Die Victoriafälle sind der breiteste einheitlich herabstürzende Wasserfall auf der ganzen Welt. Die Wassermassen, die die Victoriafälle passieren, ergießen sich auf einer Breite von 1708 m über eine abfallende Felswand, so dass bis zu 300 m hoher Sprühnebel aufsteigt, der noch auf 30 km Entfernung zu sehen ist. Um die Victoriafälle herum ist dank dem warmenden Sprühnebel ein Regenwald entstanden. Für den Großteil von Zentralafrika ist der Kongo mit seinen vielen Nebenflüssen eine sehr wichtige Verkehrsmöglichkeit.

Der Weg des Kongo

Der Kongo hat seinen Ursprung im Süden der Demokratischen Republik Kongo als Lualaba in der Region Katanga. Hier ist etwa 100 km westlich von Lubumbashi seine Quelle. Der Lualaba beginnt seinen Weg zuerst nach Norden, wo er vorbei an den beiden Seen Lac Upemba und Kisale fließt und 150 km entfernt auf den aus dem Osten fließenden Fluss Luvua-Luapula-Chambeshi trifft. Nach weiteren 150 km nördlich fließt der Lukuga in den Lulalaba, der auch aus dem Osten von Afrika kommt. Von da an verläuft der Lulalaba immer weiter in den Norden bis zu den Boyomafällen in der Nähe von Kisangani. Ab diesen Punkt beginnt der eigentliche Kongo, der nun nach Westen fließt. Der Kongo durchfließt auf seinem Weg in den Südwesten die breite Sumpflandschaft in der Nähe von Mbandaka. Hier trifft der Ubangi auf den Kongo, welches auch der größte Nebenfluss des Kongo ist. Von dieser Stelle aus verläuft der Kongo als natürliche Grenze der beiden Staaten Demokratische Republik Kongo und Republik Kongo.

Weiter südlich trifft dann der Kwa-Kasai auf den Kongo, welcher sein zweitgrößter Nebenfluss ist. Im Anschluss erreicht der Kongo auf seinem Weg durch Afrika den Pool Malebo, Brazzaville und Kinshasa. Kurz darauf stürzt auch schon das Wasser des Kongo, nachdem es das Kongobecken und die Niederguineaschwelle passiert hat, die Victoriafälle hinunter. Der Kongo verlässt bei Mbanza dann die Grenze und fließt noch 150 km durch die Demokratische Republik Kongo bis er die Stadt Matadi erreicht, die sich an der Grenze zu Angola befindet.

Auf dieser Grenze führt der Kongo, der ab da Rio Zaire genannt wird, seine Reise weiter nach Westen, wo er nach weiteren 135 km im Zaire-Tiefland auf einen 40 km breiten Trichter trifft und dort in den Atlantik mündet. Der Kongo hat viele gefährliche Stromschnellen sowie sprühende Wasserfälle, die ihn auf weiten Teilen nicht beschiffbar machen. Nur ungefähr 3.000 km des Kongo sind beschiffbar.